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Wenn ich das Wort Ausland höre, dann erwarte ich in erster Linie andere Kulturen, Religionen und andere Sprachen. Wir Deutsche gehen gerne ins Ausland, da Deutschland klein und wettermäßig nicht so günstig ist.

Mit dem Reisen ins Ausland ist aber immer eine gewisse Spannung verbunden. Jedes Jahr sende ich junge Menschen für eine Arbeit als Freiwillige in lateinamerikanische Länder aus. Bei den Vorbereitungsseminaren spüre ich diese fröhliche Erwartungshaltung und die Abenteuerlust, die die jungen Menschen mit dem Aufenthalt verbinden.

„Es ist was Besonderes, wenn ich ein Jahr in der Fremde zubringen kann“, sagte mir mal ein junger Mann.

Vieles Neue wird erwartet und eine Abwechslung im Vergleich zum Alltag in der Heimat. Es verbindet sich damit die Sehnsucht nach Freiheit und die Hoffnung ein ganz anderes Leben führen zu können. Vielleicht erträumen sich auch manche einen Neuanfang in ihrem Leben.

Mit dieser Aufregung vermischen sich dann aber auch, wenn die Reise konkreter wird, einige Befürchtungen: Werde ich gut aufgenommen werden? Werde ich am Flughafen abgeholt? Gibt es Krankheiten gegen die ich mich durch Impfungen schützen muss? Wie werde ich mit der Sprache zurechtkommen?

In der Regel ist Abenteuerlust und der Wunsch, etwas Neues zu erleben, jedoch stärker als alle Befürchtungen und Ängste. Und die Freiwilligen haben ja auch eine Organisation hinter sich stehen, die ihnen hilft, die Hürden, die sich auftun, zu überwinden.

Diese beiden Pole – Abenteuerlust auf der einen Seite und Angst auf der anderen – sind es, die uns Menschen bewegen, wenn wir ins Ausland gehen. Die Mehrheit bucht deshalb für den Urlaub ein Rundumpaket (all inclusive), um sowohl das Abenteuer „Ausland“ zu haben, als auch mit den Befürchtungen und Ängsten klar zu kommen.

Gott schickt Abraham auch einmal ins Ausland. Er gibt ihm ein anderes Rundumpaket (all included package) mit: „Geh in ein Land, das ich Dir zeigen werde und ich werde mit dir sein!“ Das ist die einzige Sicherheit, die Abraham hat und Abraham vertraute darauf und wurde dafür belohnt.

Bei meinen Reisen spüre ich es ganz deutlich: Gott ist nicht nur bei mir zu Hause, sondern auch in der Fremde, im Ausland. Darauf kann ich bei meinem Unterwegssein vertrauen – immer und überall.

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